Marka Taler und NABU einigen sich

Bei dem Windpark im Eleonorenwald wird die Marka Taler GmbH & Co KG  statt der ursprünglich geplanten 36 Windenergieanlagen nun lediglich 28 Anlagen errichten. In einer gemeinsamen Pressemitteilung teilen Marka Taler und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit, dass im Hinblick auf die Errichtung des Windparks im Eleonorenwald zwischen Rastorf und Vrees eine einvernehmliche Lösung erzielt wurde. Nachdem Marka Taler sich bereit erklärt hat, zusätzlich zu den in den Planungsunterlagen und in der Genehmigung bereits vorgesehenen Maßnahmen noch weitere mit dem NABU abgestimmte Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen für die Natur durchzuführen, verzichtet dieser auf weitere rechtliche Schritte gegen die kürzlich erteilte Genehmigung.

„Es freut uns, dass es im Rahmen intensiver Verhandlungen gelungen ist, eine Einigung mit dem NABU zu erzielen“, erklärt Detlef Niedenhof, Geschäftsführer von Marka Taler. „Denn durch die Errichtung des Windparks mit 28 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 196 Megawatt können wir einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende, zum Klimaschutz und letztlich auch zur Sicherheit Deutschlands durch wenig Abhängigkeit von Energieimporten leisten.“

Auch der NABU ist mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden. „Den Standort der Anlagen im Eleonorenwald und nahe beim FFH-Gebiet „Langelt“ halten wir zwar nach wie vor für sehr unglücklich,“ erklärt Katja Hübner vom NABU-Regionalverband Emsland / Grafschaft Bentheim. „Aber es werden nun noch zahlreiche weitere Vermeidungsmaßnahmen zum Schutz der Tierwelt ergriffen. Fällarbeiten im Wald werden nur außerhalb der Vogelbrutzeit durchgeführt und Höhlenbäume werden vorher auf Fledermausbesatz kontrolliert. Für jeden Höhlenbaum werden Vogelnist- und Fledermauskästen angebracht. Amphibien- und Reptilienschutzzäune werden aufgestellt, damit die Tiere nicht versehentlich getötet werden. Außerdem wird es noch weitere Ausgleichsflächen und -maßnahmen für Greifvögel, sonstige waldbewohnende Vögel, Fledermäuse und Amphibien geben.  Deshalb halten wir das Vorhaben nun für vertretbar“. Aktuelle Behauptungen in den sozialen Medien, der NABU habe sich „kaufen“ lassen, weist Hübner dagegen vehement zurück. „Der NABU selbst hat gar nichts von der Vereinbarung. Die Vorteile aus der Vereinbarung erstrecken sich ausschließlich auf die Umsetzung von weiteren Naturschutzmaßnahmen durch den Vorhabenträger.“

„Es ist auch in unserem Sinn, die Beeinträchtigungen für Natur und Landschaft so gering wie möglich zu halten. Denn auch wir leben in dieser Region und möchten den Lebensraum für Mensch und Natur erhalten. Deshalb sind wir auch bereit, die nicht unerheblichen Mehrkosten aus der Vereinbarung zu tragen“, erklärt Niedenhof.

Für Rückfragen:

Dietmar Buß, Projektleiter der Marka Taler GmbH & Co KG, db@taler.de

Katja Hübner, zuständige Sachbearbeiterin beim NABU-Regionalbüro, Tel.: 05931-40 99 630

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